Dass unsere Nutztiere getötet
werden, wenn sie uns Menschen den größtmöglichen Nutzen bringen,
ist nichts Neues. Aber man sollte sich doch einmal
vergegenwärtigen, wie groß der Unterschied zwischen der
natürlichen Lebenserwartung und der wirklichen Lebensdauer ist. So
kann ein Huhn bis zu 20 Jahre alt werden. Ein auf Fleischertrag
gezüchtetes Masthuhn aber lebt nur 4 bis 5 Wochen. Dann ist es
"schlachtreif" - es hat seine "Leistung"
erbracht.
Legehennen in der Käfigbatterie lässt man 15 Monate leben, dann
geht in ihre "Legeleistung" zurück und sie erscheinen als
tiefgefrorene Suppenhühner im Supermarkt.
Die Hähnchen der Legerasse aber sind zu überhaupt nichts nütze:
Sie werden sofort nach dem Schlüpfen getötet. Und das sind ca. 4O
Millionen pro Jahr, allein in Deutschland!
Schweine werden mehr als 20 Jahr alt. Aber man schlachtet sie nach 5
Monaten, denn dann haben sie bereits das "richtige"
Gewicht.
Eine Gans könnte ein Alter von 40 Jahren erreichen. Wenn wir aber
die Weihnachtsgans verzehren, dann wissen wir, dass sie höchstens 8
Monate alt werden durfte.
Puten, deren Fleisch erst seit wenigen Jahren bei uns so populär
ist, sind nach 2 bis 3 Monaten schachtreif, obwohl sie 15 Jahre lang
leben könnten. Ähnliche Zahlen gelten für Kälber. Schafe und
Kaninchen.
Und bedenken wir folgendes:
1) Diese Tiere führen nicht einmal während dieses kurzen Lebens
ein glückliches Dasein. Sie leben in engen Käfigen, Boxen oder
Buchten, sehen niemals das Tageslicht und können ihre angeborenen
Verhaltensweisen nicht ausüben.
2) Es kommen immer neue Züchtungen auf den Markt, denn die
Zuchtexperten sind nie zufrieden: Immer kürzere Lebenszeit - immer
weniger Futterverbrauch - immer höheres Schlachtgewicht. Denn das
bedeutet: Immer mehr Geld für die Tierfabrikanten und immer
billigeres Fleisch für uns Verbraucher. Manche überzüchtete
Tiere, auch Kühe und Sauen, werden durch viel zu hohe Anforderungen
an ihre "Leistung" schon nach kurzer Zeit krank, so dass
sie geschlachtet werden müssen.
DARÜBER SOLLTE
MAN MAL NACHDENKEN!