Mit diesem Begriff, der alles oder nichts besagt, versucht die Fleischindustrie in einer großangelegten Zeitungskampagne mit Hilfe der CMA, uns Verbrauchern den Genuss von immer mehr Fleisch schmackhaft zu machen. Sogar zwei „Ernährungswissenschaftler“ mit Namen und Foto - geben sich dazu her, den Wert des Fleisches mit seinen Inhaltsstoffen (Eiweiß, Mineralien, Vitaminen) zu preisen. Von den Schadstoffen (Antibiotika, Gifte, Hormone) ist nicht die Rede. Herr Dr. Worm z.B. verweist auf die modernen Zucht- und Mastmethoden, durch die der Fettgehalt deutlich verringert wurde. Und wenn Frau Dagmar v. Cramm sagt: „Es ist an der Zeit, Fleisch als wertvolles Lebensmittel in die moderne Ernährung mit einzubeziehen“, so kann man nur den Kopf schütteln. Wie ist das gemeint? Essen wir nicht schon viel zu viel davon? Überbieten sich nicht die Supermärkte in Billigangeboten?
Nun gibt es allerdings Ernährungswissenschaftler und vor allem Ärzte, die genau das Gegenteil behaupten, und das auch beweisen können: Fleisch, im Übermaß verzehrt, ist schädlich und macht krank. Und zwar nicht nur das Fett, sondern auch das tierische Eiweiß.
Das weiß inzwischen jedes Kind. Die Massentierhaltung mit ihren abscheulichen und schädlichen Begleiterscheinungen hat in den letzten Jahrzehnten den Fleischkonsum derart in die Höhe getrieben, dass die Sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Herz-Kreislauferkrankungen, Darmkrebs zu den größten Gesundheitsproblemen geworden sind.
Und das soll eine „ausgewogene“ Ernährung sein? Eiweiße, Mineralien, Vitamine finden sich zur Genüge auch in pflanzlicher Nahrung.
Das wissen natürlich auch Frau v. Cramm und Herr Dr. Worm. Und die CMA (Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) weiß es auch. Warum also machen sie sich trotzdem zu Handlangern der Tierfabrikanten? Darüber lässt sich trefflich spekulieren.
Wenn es schon Wissenschaftler gibt, die glauben, dass Fleisch unverzichtbar sei, so sollten sie wenigstens so ehrlich sein, auf die Quälereien in der Massentierhaltung, auf die Verschwendung wertvoller Pflanzenenergie, auf die Belastung von Luft und Boden durch Gülle und Methangase und Ammoniak hinzuweisen.
Diese Anzeige ist ein Musterbeispiel für den Versuch, den Verbraucher für dumm zu verkaufen.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Film „Fleisch frisst Menschen“, den wir dringend empfehlen, besonders auch für junge Menschen.
E. Ulich