Tier & Mensch e.V. |
Auf intensive Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF), dass eine Delfintherapie mit diesen Wildtieren nicht durchgeführt werden dürfe, teilte nun das Bundesumweltministerium auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert mit, dass eine kommerzielle Nutzung von Delfinen für die Delfintherapie nicht erlaubt ist.
Rawert hatte sich bereits auf der öffentlichen Kundgebung des WDSF im Mai in Berlin im Namen der Regierungskoalition von der Delfintherapie und dem beabsichtigten Aus- bzw. Neubau der Delfinarien in Nürnberg und auf Rügen distanziert.
Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller: „Damit ist die beabsichtigte Delfintherapie im Delfinarien Nürnberg mit den Wildtieren gestorben, zumal dort in den letzten zehn Jahren keine Nachzucht funktioniert hat. Der Neubau der sog. „Delfin-Lagune“ für 24 Mill. Euro ist damit ebenfalls in Frage gestellt. Rügen wird seine Pläne für einen großen Delfinpark mit Delfintherapie ebenfalls einmotten müssen.
Auch auf Druck des WDSF wird der Heide-Park Soltau
in diesem Jahr seine Delfin-Show schließen. „Delfine können in
Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden“, meint der neue
Eigentümer. Das WDSF fordert die vollständige Schließung der von
ursprünglich neun in Deutschland noch verbleibenden drei
Delfinarien in Nürnberg, Münster und Duisburg. Das Delfinarium im
Allwetterzoo Münster steht z.Zt. intensiv in der Kritik der Wal-
und Delfinschützer.
Anlässlich der IWC-Tagung in Chile ab dem 23. Juni fordert das WDSF
ein ausnahmsloses Importverbot für Wale und Delfine nach
Deutschland. "Die Bundesregierung kann nicht glaubhaft den sog.
wissenschaftlichen Walfang insbesondere der Japaner kritisieren und
gleichzeitig den eigenen Import und die Gefangenhaltung von Delfinen
in Delfinarien für Forschungs- und Bildungszwecke gestatten - das
ist ein erheblicher Widerspruch", so der WDSF-Vorsitzende.
Quelle:
WDSF, Juni 2008
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