Tier & Mensch e.V. |
Offener Brief
Gefährliche Gen-Zuckerrübe in Amerika verboten, in Deutschland erlaubt?
4.2.2011 per E-Mail und Post übermittelt
Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner,
das Ausbringen gentechnisch veränderter Kulturpflanzen ist
erwiesenermaßen ein derart großes Risiko für Mensch, Tier und
Umwelt, dass es unverantwortlich ist, eine weitere Etablierung in
Deutschland zuzulassen.
Nun beantragt Monsanto Agrar Deutschland GmbH, seine
Freisetzungsversuche ab März für die kommenden drei Jahre mit
genmanipulierten Zuckerrüben in Sachsen-Anhalt und weiteren
Standorten auszuweiten. Ziel sind der kommerzielle Anbau in
Deutschland und der EU dieäge dazu liegen längst vor.
Die genmanipulierten Zuckerrüben waren von Monsanto und dem
Saatgutkonzern KWS so konstruiert worden, dass sie resistent gegen
das Total-Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem äußerst giftigen
Wirkstoff Glyphosat sind. Seit 2008 experimentiert Planta, Tochter
des Saatgutkonzerns KWS) bereits damit in Deutschland.
Wie jahrelange Erfahrung im kommerziellen Anbau in den USA
belegt, sind die Folgen für die Umwelt untragbar. In Amerika wurde
daher der Anbau verboten.
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Bereits jetzt existieren resistente Unkräuter, die sich ungehemmt
vermehren können.
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Der
Pollen von Zuckerrüben wird über 10km mit dem Wind und über Bienen
verbreitet und ist in der Lage, sich in verwandte Wild- und
Kulturpflanzen (z.B. Mangold, Spinat, Rote Beete) einzukreuzen.
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Der
Einsatz von Glyphosat vergiftet die in Deutschland unter Schutz
stehenden Amphibien und kann das Erbgut schädigen. Doch nur
zusammen mit dem Einsatz dieses Giftes macht die manipulierte Rübe
Sinn.
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Der
Honig wird zwangsläufig kontaminiert und damit wertlos, weit über
die Rübenäcker hinaus, da der Pollen im Laufe der Zeit auch
Wildpflanzen verändern wird.
Sehr geehrte Frau
Aigner, die Folgen sind dermaßen schädlich und gravierend für unser
Land, dass es unverantwortlich wäre, die Politik nach den
Geschäftswünsche der Konzerne auszurichten und Natur, Umwelt und die
Bewohner Deutschlands zu ihrem Opfer werden zu lassen.
Wir erwarten von
Ihnen als Trägerin der Verantwortung, dass Sie alle bisher erteilten
Genehmigungen für laufende Versuche zurückziehen und keine weiteren
Anträge für Freilandversuche genveränderter Pflanzen genehmigen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Ulich (Vorsitzende)
Siehe auch: http://www.umweltinstitut.org/genruebe
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