Tier & Mensch e.V. |
Heimtiermessen
gehören
für unsere Arbeit zu den dankbarsten Unternehmungen, denn hier
finden wir das richtige Publikum. Es geht uns dabei nicht in erster
Linie um die Heimtiere, obwohl wir auch zu diesem Thema z.B. unser
Arbeitsheft anbieten. Aber wir nutzen die Gelegenheit, unser
Anliegen der Massentierhaltung anzubringen. Denn nicht jeder, der zu
Hause sein Hündchen verwöhnt oder zwei Meerschweinchen pflegt, hat
einen Sinn für unsere „Nutztiere, die wir schließlich essen. So
weit geht die Tierliebe dann doch nicht.
Vergangenes
Wochenende z.B. waren wir in Leipzig. Tausende von Besuchern, meist
Eltern mit ihren Kindern, strömten
durch die Hallen, und wir hatten alle Hände voll zu tun. Am Sonntag
hatten wir sechs Helfer am Stand (Zur Klarstellung: vier Frauen und
zwei Männer!), und wir waren ein gut eingespieltes Team. Jeder
hatte eine andere Aufgabe und keiner kam zur Ruhe. Der eine machte
Tierschutzspiele mit den Kleinsten, erklärte die Bilder an der
Wand, ließ sie malen oder Fragen beantworten. Der andere warb für
vegetarische Gerichte, ließ Tofu-Würstchen probieren und empfahl
entsprechende Kochrezepte. Ein Dritter diskutierte mit den Besuchen
fachliche Fragen zur Massentierhaltung, und der Vierte lockte
ununterbrochen Kinder und Jugendliche zum Stand, um sie mit
Kinderheftchen und Infoblättern zu versorgen - nicht ohne die ständige
Ermahnung: „Nimm’s mit in die Schule, der Lehrer könnte sich
freuen".
Auf
diese Weise konnten wir Tausende von Infoblättern,
Heftchen und Zetteln an den Mann bringen, und am Abend des letzten
Tages waren wir total „ausverkauft". Die Koffer, die wir mit
zurück nach Hannover, Stelle und Berlin nahmen, waren leer. Wir
nahmen auch Kontakte auf mit Interessierten, von denen wir denken,
dass sie unser Anliegen weitertragen und unsere Arbeit in Zukunft
unterstützen werden. Natürlich weiß man nie, wie
wirkungsvoll unsere Bemühungen sind. Doch hoffen wir natürlich,
dass hier und da ein bisschen hängen bleibt.
Jedenfalls
freuen wir uns schon auf die nächste
Heimtiermesse: 17. bis 19. September in Dresden
E. Ulich
|
|