Tier & Mensch e.V. |
|
Wirkliche Experten, also Ethologen, die die Bedürfnisse der Tiere kennen, z.B. Prof. Fölsch oder Dr. Glarita Martin, sprechen sich natürlich für Freiland- oder Bodenhaltung in kleinen Herden aus. Die Hühnerbarone berufen sich auf „Fachleute“, die allenfalls Experten im Ausbeuten von leidensfähigen Mitgeschöpfen und im Erfinden von immer neuen Begriffen für das von ihnen jetzt favorisierte Käfigsystem sind: „Hühner-WG“, „Kleinvoliere“, „Kleingruppe".
Den Begriff „Käfig" will man schamhaft vermeiden, obwohl die offizielle EU-Bezeichnung „Ausgestalteter Käfig" lautet. Wir würden vorschlagen, dieses geringfügig größere KZ „Großgruppenkäfig" zu nennen.
In Deutschland sind Käfige für 40 oder 60 Hennen zugelassen. Für jede Henne (unter 2 kg) steht eine Grundfläche von 800cm² zur Verfügung. Dazu kommt ein Nestanteil von 90cm². Etwa fünf Hennen teilen sich ein Nest. Die Käfige sind so angeordnet, dass immer abwechselnd Nest- und Scharrbereiche zweier Käfigeinheiten liegen. Im Gang hängen von der Decke Leuchtstoffröhren herab. Da die Käfige in vier Etagen angeordnet sind, wird die oberste und unterste Reihe schlecht ausgeleuchtet.
Der Bodenbelag der Nester ist Kunstrasen, hart und wenig nachgebend. Der Scharrbereich sollte ursprünglich ein Sandbad sein, das aber wegen gravierender Schäden an der Mechanik bald in ein "Staubbad“, nämlich Sägemehl, verwandelt wurde. Wegen der hohen Staubbelastung führte es zu gesundheitlicher Gefährdung der Mitarbeiter. Im Bereich der Futterrinne gibt es spezielle Flächen für den Abrieb der Krallen. Sie bestehen aus Korrund (ähnlich Schleifpapier).
Die Drahtgitterroste entsprechen denen der herkömmlichen Käfige, bedeuten also keine Verbesserung für die Füße der Tiere.
Die Sitzstangen sind aus Kunststoff oder Eisenrohren. Da die Käfige insgesamt nur 60 cm hoch sind, müssen die Hennen sich dort ducken.
Nach wie vor sind die Hühner für die großen und kleinen „Pohlmänner" nichts als „Produktionseinheiten", die nach ca. einem Jahr Nutzungsdauer abgeschrieben, geschlachtet und als tiefgefrorene Suppenhühner verkauft werden.
Den Pseudo-Experten stellen wir gern unseren den Maßen der Legekäfige angepassten Menschenkäfig zur Verfügung, in dem sie hygienisch einwandfrei ihren Arbeiten nachgehen könnten. Wir sind überzeugt, dass sie es, wenn überhaupt, über ihren eigenen Exkrementen sitzend nur kurze Zeit aushalten könnten.
Nebenbei bemerkt: Noch immer sitzen etwa 70% der Hennen in den herkömmlichen Käfigbatterien, obwohl diese Haltung seit dem 1. Januar nun eigentlich endgültig verboten ist! Und die Regierung duldet diesen Rechtsbruch.
Eckard Wendt
Anmerkung: Jahrzehnte lang haben Ingenieure, Tierärzte und Wissenschaftler an diesen Käfigen herumgeforscht, um sie möglichst „tiergerecht“ zu gestalten. Das hat gewiss Hunderte von Millionen Euro gekostet, bezahlt vom Steuerzahler.
Hätte man die Käfighaltung nicht einfach verbieten können, wie z.B. in der Schweiz geschehen?
März 2009
Man lasse sich nicht täuschen:EIER AUS „KLEINGRUPPENHALTUNG“ SIND KÄFIGEIER! |
Achten Sie auf die erste Ziffer!
|