Tier & Mensch e.V. |
Tierschutz rund ums Steinhuder Meer
Zu unserer Herbsttour „Rund ums Steinhuder Meer“ lassen wir den Wunstorfer Stadtanzeiger vom 19.10.06 sprechen:
Verein Tier und Mensch besucht Schulen
Gegen Massentierhaltung, für artgerechte Tierhaltung
STEINHUDE (gl). Der Verein „Tier und Mensch“ ist ein gemeinnütziger Tierschutzverein mit Sitz in Berlin. In der Wilhelm-Busch-Schule in Rehburg und in der Graf-Wilhelm-Schule in Steinhude haben Mitglieder Im Rahmen von Tierschutztagen auf die Massentierhaltung als eine der umfangreichsten Tierquälereien, die es überhaupt gibt, hingewiesen. Gezeigt wurde den Schülern der fünften und sechsten Klassen der Haupt- und Realschule der Graf-Wilhelm-Schule der in weiten Teilen noch aktuelle 25 Jahre alte Film „Massentierhaltung“ von Bernhard Grzimek. Die neunten Klassen sahen den Film „Fleisch frisst Menschen".
Bereits damals hatte er auf die Gefahren der Massentierhaltung hingewiesen. Fast 80 Prozent aller Legehennen sitzen in qualvoller Enge in Drahtkäfigen, das sind 18 Tiere pro Quadratmeter. Jede Henne hat nach Angaben von „Tier und Mensch e.V.“ weniger Platz als ein DIN A4 Blatt. Auch den Masthühnern, Flugenten und Perlhühnern gehe es kaum besser. Sie stehen zwar auf dem Boden, aber infolge der Enge könnten sie sich kaum bewegen. Tierschützer Ernst Ulich machte aber auch darauf aufmerksam, dass viele Rinder auf Spaltböden gehalten werden und nie ins Freie kommen. Und auch Pelztiere und Kaninchen würden wie Legehennen in Drahtkäfigen aufgezogen. "Die billigen Lebensmittel verführen zu übermäßigem Genuss von Eiern und Fleisch", sagte Ulich. Das erzeuge Krankheiten wie Rheuma, Arteriosklerose und Allergien. Dazu komme die große Menge an Gülle, die Boden, Grundwasser und Luft verseuchen. Der Verein setzt sich dafür ein, weniger Fleisch zu essen und lieber ein paar Euro mehr für Fleisch aus artgerechter Tierhaltung auszugeben. Eier sollten nur noch aus Freilandhaltung gekauft und auf Gänseleberpastete, Thunfisch, Lachs, Froschschenkel und Kaviar ganz verzichtet werden. Die Schüler sollen andere Menschen auf die Leiden der Tiere aufmerksam machen, selbst aktiv werden und ein Vorbild gerade für die Erwachsenen sein.
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