Tier & Mensch e.V. |
In
diesem Sinne schrieb Tier & Mensch einen Brief an
Landwirtschaftsministerin Aigner und forderten die Umsetzung des
Tierschutzgesetzes. Wir sind gespannt auf die Antwort.
K.
Ulich (September 2010)
Bei
dieser Gluthitze sucht jeder, der kann, nach kurzem Aufenthalt in
der Sonne einen Schattenplatz auf, um nicht seinen Kreislauf zu überlasten
oder gar einen Hitzschlag zu kriegen. Trinken parat zu haben ist
selbstverständlich. Das Gleiche gilt für Tiere! Es ist
tierschutzwidrig, Weidetieren nicht einen Schattenplatz, der für
alle ausreicht, und ständig Trinkwasser anzubieten. Wer Tiere ohne
Schutz im Freien sieht, möge bitte den Besitzer darauf hinweisen,
zur Not Hilfe für die Tiere holen. Ein Kälber-Iglu bietet keinen
ausreichenden Hitzeschutz, er sollte im Schatten stehen. Auch
Heimtiere, wie Vögel oder Nager brauchen kühle, schattige
Zufluchtsorte. Wenn keine Bäume oder Sträucher zur Verfügung
stehen, die ja ständig Verdunstungskälte erzeugen, müssen dies
wassergetränkte Tücher leisten, die auf Dach oder Schirm
gelegt werden. Hunde im Auto warten zu lassen, das in der
Sonne steht, ist Tierquälerei und kann seinen Tod bedeuten. Nicht
vergessen: Die Sonne wandert!
Bitte
beachten Sie auch die Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft
für artgerechte Nutztierhaltung e.V. www.tierschutz-landwirtschaft.de
Hitzestress bei
Nutztieren vorbeugen!
(von Eckard Wendt)
Auch
Tiere leiden unter den jetzt herrschenden Witterungsbedingungen.
Nutztiere wie Rinder und Schafe brauchen derzeit besonders viel
Wasser. Vor allem bei Freilandhaltungen müssen auf
schattenspendende Bereiche vorhanden sein, damit sich die Tiere der
direkten Sonneneinstrahlung entziehen zu können. Hierauf weist der
Tierschutzfachverband Arbeitsgemeinschaft für artgerechte
Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) aus gegebenem Anlass hin. Immer wieder
könne beobachtet werden, dass Landwirte und unter diesen besonders
Schafhalter diese Grundbedürfnisse ihrer Tiere missachten. Der
Hinweis auf wild lebende Tiere ist nicht stichhaltig, da sie nicht
eingezäunt sind und deshalb Wasserstellen und schattige Orte
aufsuchen können. Bei Vernachlässigung gehaltener Tiere sollte zu
deren Schutz seitens der Veterinärbehörden unverzüglich
eingegriffen werden. Notfalls sind Ersatzmaßnahmen zu ergreifen.
Milchviehhalter
sollten schon im eigenen Interesse auf die Tiere Rücksicht nehmen,
weil die Milchqualität leidet und die Auszahlungspreise für die
Milch sinken, wenn die Zellzahl um 50.000 steigt. Laktierende Kühe
brauchen bei 30º C je nach Feuchtigkeitsgehalt des Futters zusätzlich
bis zu
Besonders
oft werden Schafe vernachlässigt, weil sie als robust gelten. Dabei
leiden sie von Natur aus eher stumm. Dies gilt insbesondere für
Deichschafe, weil ihnen in aller Regel keine Schattenplätze zur
Verfügung gestellt werden. Da das Gras oft karg ist, müssen sie ab
20º C bereits zusätzlich 15 bis
Leider beachten auch viele Hobby-Pferdehalter die vorstehend
genannten Erfordernisse nicht. Es wäre gut, wenn die Veterinärämter
alle Tierhalter anschreiben und auf ihre Pflichten als Tierhalter
hinweisen würden.
Siehe auch: Merkblatt "Rinder - ganzjährige Freilandhaltung" der Tierärztlichen Vereinigung Tierschutz http://www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter.html
Juli
2010
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