Tier & Mensch e.V.

Japan jagt illegal Wale in Meeresschutzgebiet
Unter dem Deckmantel "Forschung" hat die Japanische Regierung 1000 Mink- und Finnwale für die Jagd freigegeben. Der Verzicht auf das Töten von 50 Buckelwalen, beschlossen nach massiver internationaler Kritik, nimmt sich dagegen sehr mager aus.
Gejagt wird ausgerechnet in australischen Meeresschutzgewässern. Zwei Aktivisten der Meeresschutz - Organisation Sea-Shephard (www.seashepherd.org) und Greenpeace (www.greenpeace.de) enterten am 14. 12008 ein Walfangboot, um der Besatzung ein Urteil des australischen Bundesgerichtes zu übergeben. Darin heißt es, dass die Jagd in australischen Gewässern der Antarktis illegal sei und die japanischen Waljäger gegen die Bestimmungen der Walschutzzone verstießen.
Die Aktivisten, ein Australier und ein Brite, wurden vorübergehend an Masten gefesselt und eine Woche lang auf dem Schiff festgehalten, bis sie am 20.1.08 durch australische Zoll-Beamte wieder zurück zu ihrem Schiff gebracht wurden.
Karin Ulich Februar 08
Walfang - Wird Japan vernünftig?
Japan scheint sich dem Druck der Internationalen Walfangkommission zu beugen, nachdem 30 Staaten scharfe Protestnoten formuliert hatten. Japan verzichtet auf den Fang von 50 vom Aussterben bedrohten Buckelwalen. Trotzdem steht noch die Tötung von 50 Finnwalen und 935 Südlichen Zwergwalen auf dem diesjährigen Jagdprogramm.
Nach internationaler Vereinbarung ist es nämlich erlaubt, Wale zu "wissenschaftlichen Zwecken" zu töten. Und davon machen die Japaner und auch die Norweger reichlich Gebrauch. Natürlich wird Fleisch auch kommerziell genutzt.
Die sogenannte wissenschaftliche Nutzung ist nichts als eine faule Ausrede.
Quelle: F.A.Z., Dez 07
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