Albert-Schweitzer-Stiftung
meldete am 29. Jun 2010:
Größte
Ziegen-Massentierhaltung Europas verhindert
Die Firma Petri-Feinkost wollte in Niedersachsen die größte
Ziegen-Massentierhaltung Europas aufbauen, was uns sofort auf den
Plan rief: Unser Wissenschaftsbeirat Dr. Christoph Maisack erstellte
einen Überblick über die juristischen Hintergründe des Vorhabens
und verdeutlichte, dass die Durchführung der Pläne gegen das europäische
Tierschutzrecht verstoßen hätte, weil Ziegen nicht ohne Auslauf
gehalten werden dürfen - es sei denn, es liegen schwerwiegende Gründe
vor, die es hier aber nicht gab. Außerdem klärten wir
Supermarktketten darüber auf, dass sich die Firma Petri
offensichtlich nicht um die Rechtslage scherte, denn das Unternehmen
verweigerte jede Stellungnahme. Und schließlich starteten wir zwei
Online-Proteste, um zum einen direkt Druck gegen das Unternehmen
auszuüben und um zum anderen Politiker zu überzeugen, das
Landschaftsschutzgebiet, in dem die Massentierhaltung entstehen
sollte, nicht für den Stallbau aufzuheben.
Genau dieser
Forderung hat sich der Kreistag Holzminden jetzt angeschlossen. Die
Teillöschung des Schutzgebietes wird es nicht geben. Damit sind die
Pläne der Firma Petri zunichte gemacht - die Ziegenfabrik kann
nicht gebaut werden. Wir freuen uns über diesen Erfolg, der nicht
nur auf unser eigenes, sondern auch auf das Engagement vieler
weiterer Tierschutzorganisationen und vor allem auf den
entschlossenen Widerstand der aktiven Bürgerinnen und Bürgern vor
Ort zurückzuführen ist. Unser Dank gilt auch allen, die unsere
Online-Aktionen unterschrieben haben.
Offen bleibt, ob
Petri seine Pläne eventuell an anderer Stelle umsetzen will. Aber
wo immer es Petri auch hinziehen sollte - wir werden da sein!